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Ein bisschen Weltpolitik aus Mürzsteg

Vom 30. September bis 3. Oktober 1903 stand Mürzsteg im Mittelpunkt der Weltpolitik. Die mächtigen Monarchen zweier Weltreiche, Kaiser Franz Joseph I. und Zar Nikolaus II., berieten im kaiserlichen Jagdschloss in Mürzsteg über die Geschicke der Balkanländer und über die Einhaltung des Friedens. Die seit Jahren geführten Verhandlungen hatten keinen Frieden herbeiführen können. Auf dem Balkan brodelte es weiter und zwischen Türken, Bulgaren und Mazedoniern kam es ständig zu Zusammenstößen.

Die Verhandlungen der beiden Staatsmänner in Mürzsteg zeitigten eine Reihe von Reformvorschlägen, die als "Mürzsteger Programm" in die Geschichte der beiden Staaten eingingen. Das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Kaiser Franz Joseph und Zar Nikolaus II. war das "Mürzsteger Abkommen". Dabei handelt es sich um die weitere Zusammenarbeit von Österreich und Russland am Balkan und um die Sicherung des Friedens im europäischen Südosten.

Die Anwesenheit des Zaren wurde auch zu einer großen Jagd genutzt. Außer den beiden Monarchen beteiligten sich auch Erzherzog Franz Ferdinand sowie die Minister Graf Lambsdorff und Graf Goluchowski daran.


Bevor Zar Nikolaus II. seinen Besuch in Mürzsteg beendete, versammelten sich die Honoratioren des Ortes vor dem Schloss. In Anwesenheit des Kaises Franz Josef brachte der Zar seinen Dank an den Bürgermeister und an das Hofjagdpersonal zum Ausdruck, und überreichte mehrere Festgeschenke.

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